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SO bekommst Du endlich deinen Sixpack!

by Andreas Brunner Natural Bodybuilder und Personaltrainer

erstellt am 06.April, 2017 / 15:32 Uhr

„Zeig mir bitte viele Übungen für den Bauch!“,
„Warum sind so wenige Bauchübungen in meinem Trainingsplan?“,
„Kann ich nicht jeden Tag was für den Bauch machen?“…
Solche und unzählige andere Varianten der Frage nach Bauchtraining erreichen mich fast jeden Tag. Und jedes Mal muss ich den Interessenten bitter enttäuschen. Verständlich, da rafft man sich endlich auf, meldet sich in einem Fitnessstudio an, belegt Ernährungs-Seminare oder leistet sich sogar einen Personaltrainer um endlich das lang ersehnte Ziel Sixpack zu erreichen. Und dann sagt dir der Trainer, dass man mit Bauchtraining alleine noch lange keinen Waschbrettbauch bekommt. Ja aber wie dann? Und warum haben so viele Instagram-Models einen so wahnsinnig ausgeprägten Sixpack? Diesen Fragen wollen wir jetzt auf den Grund gehen:

  • 1) Warum bekomme ich mit 200 Situps am Tag keinen Waschbrettbauch?

    Bauchtraining ist großartig, keine Frage. Ein starker Bauch sorgt für eine aufrechte Haltung, und bildet zusammen mit einem trainierten Rücken einen stabilen Kern. Das beugt Verletzungen vor und schützt die Bandscheiben vor Belastungen im Alltag. Dem geneigten „Optik-Trainierenden“ mag das jetzt zwar als positive Nebenwirkung erscheinen, aber wie jetzt endlich der Sixpack zum Vorschein kommt, ist immer noch nicht geklärt. Geduld liebe Freunde  Betrachten wir die Sache über einen anderen, ebenfalls sehr begehrten Muskel – den Bizeps. Dicke Arme möchte doch jeder – zumindest was männliche Trainierende betrifft. DICK – das ist das, was die Arme sein sollen – nicht definiert, nicht dünn, nicht fettfrei, sondern das T-Shirt sollen sie füllen. Also macht man viele gute Übungen für den Bizeps und sieh da, das Ziel eines dicken Armes ist bald erreicht. Denn durch richtiges Training wird der Muskel wachsen. Weil unter dem Muskel der Oberarmknochen liegt, bleibt dem Bizeps nur der Weg nach oben – also vom Körper weg. Der Armumfang nimmt zu. Jetzt ist der Bauchmuskel ebenfalls ein Muskel, der nicht nach innen wachsen kann. Wäre ja auch zu blöd – darunter sitzen lebensnotwendige Organe die keinesfalls an Platz verlieren dürfen. Also trainieren wir Bauch wie verrückt und was passiert? Der Bauch wächst - nach außen und mit ihm wölbt sich die darüber liegende Fettschicht. Und somit gewinnen wir – wie beim Oberarm auch – an Umfang. Der Effekt: Außer dass man dicker aussieht ist nix passiert.


  • 2) Verbrennen denn Bauchübungen nicht Fett am Bauch?

    Das wäre zu schön um wahr zu sein, nicht? Aber leider ist es nicht so, dass jeder Muskel sein „eigenes“ Fettdepot hat, aus dem er Energie ziehen kann, wenn er sie braucht. (Woher die Energie kommt und warum das fast nie die Körperfettdepots sind, dazu in einem anderen Artikel mehr). Es verhält sich ähnlich wie beim „First-In-First-Out-Prinzip“ im Supermarkt. Da wo unser Organismus als letztes Fett speichert, wird er es auch als erstes wieder verbrennen. Leider zählt da der Bauch, sowie die Gegend um die Nieren nicht dazu. Das sind unsere „Urdepots“ – hier lagern wir als erstes ein und als letztes aus.


  • 3) Aber wie geht’s denn dann, dass es endlich was wird mit dem Sixpack?

    Das Zauberwort heißt DIÄT! Ich bin mir sicher, das wolltest du jetzt nicht hören, ja. Aber leider ist es nichts anderes. Wir müssen unseren Körper dazu bringen überschüssiges Fett als Energiequelle zu nutzen. Und das gelingt ganz simpel dadurch, dass wir täglich mehr Kalorien verbrauchen, als wir zuführen. Nur dann werden die vorhanden Depots vom Organismus genutzt und unser Körperfett wird zur Energiequelle. Das Resultat nach einer ausreichen langen Diät – das Sixpack ist da! Übrigens wird es, egal ob du viel oder wenig Bauchtraining machst irgendwann erscheinen. Denn die Muskulatur ist da und durch den Einsatz der Bauchmuskeln bei so ziemlich jeder Bewegung (Schon mal einen krassen Muskelkater im Bauch gehabt? Wenn ja, weißt du wovon ich spreche.) ist sie auch ausreichend trainiert.


  • FAZIT:

    Wir fassen also zusammen: Bauchtraining erhöht das Volumen des Muskels und somit auch den Bauchumfang. Ohne Diät wird der Sixpack immer unter den Fettdepots verschollen bleiben und es sieht wohl danach aus, als dass es etwas länger dauern wird, dieses Bauchfett verschwinden zu lassen. Als ungefähre Zielangaben was Körperfett betrifft, kann man sagen dass ein Ansatz bei Frauen bei ca. 15% zu sehen sein wird, wogegen es bei Männern schon 9% oder weniger braucht. Achja, ich bin euch ja noch die Antwort schuldig, warum auf Instagram immer alle so knallhart aussehen: Photoshop und gutes Licht! Ihr glaubt gar nicht was alleine gutes Licht im richtigen Winkel ausmacht. Dazu dann noch ein bisschen die Konturen hervorheben mit Photoshop und schon schon entsteht ein Bild, das jeden vor Neid erblassen lässt. Das ist wohl der Nachteil an der genialen Social-Media Welt – wir gaukeln ständig irgendwas vor und setzten uns damit selbst unter Druck.
In diesem Sinne, genieße Dein Leben, lass Dir Zeit und mit beständiger Diät, gutem Training und vor allem Geduld ist auch Dein Sixpack nicht mehr weit.

#befitbeawesome

Dein Andi

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Über den Autor

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Der 31-jährige Naturalbodybuilder bestritt seinen ersten Wettkampf 2013, bei der Deutschen Meisterschaft der GNBF und konnte den 7. Platz in einem starken 27-köpfigen Teilnehmerfeld belegen. 2014 erreichte er den 5. Finalplatz unter 28 Athleten.
2015 qualifizierte er sich dann auch für die Deutsche Meisterschaft der NAC. 2017 wurde er 3 bei den German Open des WFF. Aus Hobby wurde Leidenschaft, aus Leidenschaft Beruf. Mittlerweile als Fitnesstrainer und Ernährungsberater tätig betreibt er zusammen mit seinem Geschäfts- und Trainingspartner das Shredforce RAW-GYM in Passau.